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Konzeptionelles Kämpfen mit Waffen
Escrima ist eine, mehrere Jahrhunderte alte, philippinische Stockfechtkunst. Das Haupttrainingsgerät im Escrima ist ein 60 cm langer Rattanstock. Mit diesem trainieren die Escrimadores Abwehr- und Kontertechniken.
Zentraler Inhalt von Escrima sind fünf grundlegende Konzepte, die sich in jeder Bewegung manifestieren:
Balance, Focus, Speed, Power und Transition.
Von Beginn an werden diese Konzepte umgesetzt, um losgelöst von einzelnen Techniken zu agieren, getreu nach dem Motto:” Das Gesamte ist mehr als die Summe der einzelnen Teile.”
Fortgeschrittene Escrima-Schüler lernen die Umsetzung der Escrima-Konzepte mit unterschiedlichsten Waffen: Tonfa, Messer, historische Schwerter, Langstock, aber auch mit Alltagsgegenständen, die als Waffen umfunktioniert werden, wie etwa Kugelschreiber oder eine zusammengerollte Zeitung.
Dabei ist eine wichtige Grundlage für die waffenlose Verteidigung, das Verständnis für den Umgang mit den Waffen. Wenn man weiß, welche Möglichkeiten einem Angreifer mit Waffe, sei es ein Stock oder ein Messer, zur Verfügung stehen, kann man die Situation viel besser einschätzen und lernen, die Angst vor der Waffe abzulegen.
Nicht der Stock selbst, sondern derjenige, der den Stock in der Hand hält, greift schließlich an.
